Brian Sibley: »Shadowlands – eine späte Liebe«

Buchvorstellung:
»Shadowlands – eine späte Liebe. Die Geschichte von C. S. Lewis und Joy Davidman«

Brian Sibley: Shadowlands – Brunnen Verlag, Basel 2008.

(O. F.) Hannover, 03. Januar 2019: Vor über 50 Jahren verstarb der britische Schriftsteller, Gelehrte und wortmächtige Fürsprecher des christlichen Glaubens: C. S. Lewis (1898-1963). Sein Werk umfasste dabei sowohl wissenschaftliche Abhandlungen, märchenhafte Romane als auch einflussreiche Schriften über das Christentum. C. S. Lewis und sein Werk faszinieren bis heute! Dies mag an der berührenden Liebesgeschichte liegen, die dieser eingefleischte Junggeselle im Herbst seines Lebens erfahren durfte. Dieses Wunder der Liebe, zu einer außergewöhnlichen Frau: Joy Davidman (1915-1960), greift der englische Journalist und Autor Brian Sibley in dieser Doppelbiografie auf. Wer waren diese beiden bemerkenswerten Persönlichkeiten? Woher kamen sie, wie kreuzten sich ihre Lebenswege und, vor allem, wie fanden sie zueinander? Diesen Fragen spürt der Autor ausführlich nach. Einfühlsam skizziert er, mit einer Vielfalt an Details, die Lebenslinien von Helen Joy Davidman und Clive Staples Lewis nach. Und lässt dabei ein facettenreiches Bild der beiden Akteure vor unserem geistigen Auge entstehen. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung steht dabei die Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen Joy und Jack, die man als ungewöhnlich bezeichnen kann. Joy kam aus einer jüdischen New Yorker Mittelschichtsfamilie. Sie war eine leidenschaftliche Leserin und das Schreiben bereitete ihr Freude. Ihren Bachelor of Arts erlange sie am Hunter College in New York sowie ihren Master of Arts in englischer Literatur an der Columbia University. Zu Beginn ihrer Beziehung mit Lewis war sie eine unglücklich verheiratete Frau, mit zwei Söhnen (Douglas und David). Die bewusst den Kontakt, wie manch ihrer Zeitgenossen, zu diesem berühmten Schriftsteller und Gelehrte in Oxford suchte. Es sollte sich daraus eine anregende Korrespondenz ergeben. Die letztendlich zu einer schicksalhaften Begegnung führte. C. S. Lewis, der von allen nur Jack genannte wurde, wurde in Belfast/Nordirland geboren. Früh verlor er seine Mutter und damit seine behütete Kindheit. Zuflucht und Trost fand er beim Lesen unzähliger Bücher, die im Hause Lewis überall zu finden waren. Die Liebe zu den Büchern begleitete ihn ein Leben lang. Seine schulische Ausbildung erhielt er an einer englischen Privatschule und durch Privatunterricht. Er bestand die Aufnahmeprüfung am University College in Oxford. Die Studienzeit wurde unterbrochen durch seinen Militärdienst im 1. Weltkrieg. Nach Ende des Krieges kehrte Lewis nach Oxford zurück, um sein Studium zu beenden. Dort absolvierte er ein umfangreiches geisteswissenschaftliches Studienprogramm. Das Spektrum reichte dabei von den klassischen Sprachen über Philosophie, antike Geschichte bis zur englischen Sprache und Literatur. Im Anschluss an sein Studium wurde er Lehrbeauftragter und Tutor für Englisch am Magdalen College der Oxford Universität. Diese Tätigkeit übte er fast 30 Jahre (1925-1954) aus. Im Jahre 1954 wurde er zum Professor für englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Cambridge berufen. Fazit: Brian Sibley legt eine unterhaltsame und informative Doppelbiografie (Lewis/Davidman) vor. Dabei hält er sich an den chronologischen Verlauf der Lebenswege und lässt dabei sowohl Joy als auch Jack sowie deren Wegbegleiter zu Worte kommen. Er zeichnet ein faszinierendes Bild dieser beiden Menschen, die das Leben in magischer Weise zusammenführte, um eine späte Liebe zu erleben.

Bibliografische Angaben:
Brian Sibley: Shadowlands – eine späte Liebe. Die Geschichte von C. S. Lewis und Joy Davidman. 4. Aufl. Basel: Brunnen Verlag 2008, 180 S. ISBN: 978-3-7655-4025-7. Preis: ca. 10,- €.

Bildnachweis: Brunnen Verlag, Basel.